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DAS MONTESSORI KONZEPT

Pädagogische Prinzipien

Das Montessori Haus funktioniert nach den pädagogischen Grundsätzen von Dr. Maria Montessori. Diese Grundsätze beinhalten vor allem das Unterstützen der Kinder in ihrem Streben nach Unabhängigkeit und Selbständigkeit. 

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Die Geschichte 

Um die pädagogischen Prinzipien von Dr. Maria Montessori besser zu verstehen, ist die zu Grunde liegende Historie von Bedeutung.

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Das Montessori Konzept

Pädagogische Prinzipien


Das Montessori Haus funktioniert nach den pädagogischen Grundsätzen von Dr. Maria Montessori. Diese Grundsätze beinhalten vor allem das Unterstützen der Kinder in ihrem Streben nach Unabhängigkeit und Selbständigkeit. Zusätzlich kennzeichnet sich unsere Pädagogik durch einen respektvollen, ernstnehmenden und friedvollen Umgang aus. Die PädagogInnen begleiten die Kinder achtsam mit Blick auf die aktuelle Entwicklungsperiode. 

  • Die sensitiven Perioden
    „Auf ihrem Höhepunkt gleicht die sensitive Periode einem Scheinwerfer, der im Inneren der Seele aufleuchtet und gewisse Bezirke der Umwelt anstrahlt, das übrige aber in verhältnismäßigem Dunkel lässt. Dieser Strahl konzentrierter Aufmerksamkeit hinterlässt Ordnung und Unterscheidung, wo zuvor Chaos und Durcheinander geherrscht haben.“
    Mortimer E. Standing, Maria Montessori Leben und Werk, Münster 2009, S. 80

    Der Verlauf der Entwicklung erfolgt in Phasen, die in ihrem Ablauf einem inneren Bauplan folgen. Diesen inneren Bauplan trägt jedes Kind schon in sich. Während dieser sensitiven Phasen ist beim Kind eine besondere Bereitschaft zum Erwerb bestimmter Fähigkeiten bemerkbar. Wir nutzen diese Phasen, um den Kindern entsprechende Beschäftigungsangebote zu machen. 
  • Die Polarisation der Aufmerksamkeit 
    „[Die tiefe Konzentration] wiederholte sich, und jedes Mal gingen die Kinder daraus wie erfrischt und ausgeruht, voll Lebenskraft und mit dem Gesichtsausdruck von Menschen hervor, die eine große Freude erlebt hatten.“
    Maria Montessori, Kinder sind anders, München 2005, S. 125

    Das Kind zeigt bei einer Beschäftigung höchste Konzentration. Es wiederholt diese Tätigkeit wieder und wieder mit Gleichmäßigkeit und mit tiefem Interesse. Durch dieses konzentrierte Arbeiten beginnt das Kind selbst seine Persönlichkeit zu entwickeln.
  • Die freie Wahl der Arbeit
    „Es ist nötig, für die Umgebung des Kindes Entwicklungsmaterial vorzubereiten (…), und dann das Kind frei zu lassen, damit es sich an diesen Mitteln entwickelt. Auf diese Weise trifft jedes Kind seine eigene Wahl und findet Gefallen an den Übungen mit einem wissenschaftlichen Material, das Schritt für Schritt die geistige Entwicklung begleitet.“
    Maria Montessori, Grundlagen meiner Pädagogik, Wiebelsheim 2005, S. 48

    Die von Maria Montessori entwickelten Materialien stehen den Kindern in den kindergerechten Regalen in unserem Kinderhaus zur Verfügung, sodass die Kinder ihre freie Wahl der Beschäftigung treffen können. Das Kind wird bei dieser Wahl stark von seinen inneren Motiven geleitet und dabei von unseren PädagogInnen begleitet.


Maria Montessori

Um die pädagogischen Prinzipien von Dr. Maria Montessori besser zu verstehen, kann die folgende Historie von Bedeutung sein.

1870 – 1952

Maria Montessori

Maria Montessori wurde am 31. August 1870 in Chiarravalle bei Ancona, in Oberitalien geboren. Ihr Vater, Alessandro Montessori arbeitete im Finanzministerium und leitete die staatliche
Tabakmanufaktur. Er war sehr konservativ und gehörte dem Bildungsbürgertum an. Ihre Mutter, Renilde Montessori geb. Stoppani, war eine weltoffene, sozial engagierte Frau, die ihre Tochter sehr unterstützte und förderte.

Als Maria ca. sechs Jahre alt war, übersiedelte die Familie nach Rom, wo Maria ab 1886 gegen den Willen ihres Vaters eine technisch- naturwissenschaftliche Schule besuchte.

Sie war fest entschlossen die gesellschaftlichen Schranken der damaligen Zeit zu durchbrechen, die Frauen daran hinderte einen anderen Beruf als den der Lehrerin auszuüben. Sie wollte unbedingt Ingenieurin werden.

Familie Montessori ging regelmäßig zu Konzerten. Maria nahm sich für die Pausen Mathematikbücher mit um etwas Gutes zu lesen.

Eines Tages wusste Maria Montessori, beinahe wie durch eine göttliche Eingebung, dass sie Medizin studieren wollte, was zur damaligen Zeit natürlich nicht möglich war. Der Vater wollte dies gar nicht, sogar die Mutter war sich nicht sicher, ob es eine gute Idee sei. Nachdem sie ihren Schulabschluss hatte, setzte sie alles daran zum Medizinstudium zugelassen zu werden. Sie wusste, dass diese Möglichkeit Frauen bislang nicht zustand, deshalb ging sie bis zum Vatikan und wurde tatsächlich zugelassen!
Zunächst durfte sie nur die Nebenfächer Biologie, Physik und Chemie belegen. Nachdem Maria diese bestanden hatte, wurde sie mit hohen Auflagen, die sie abschrecken sollten, zum Studium zugelassen. Maria durfte zum Beispiel den Hörsaal erst betreten, wenn all ihre Kollegen da waren und Platz genommen hatten, es war ihr nur bestattet abends oder nachts zu sezieren. Maria ließ sich nicht beirren und war sehr erfinderisch. Um nicht nachts allein im Seziersaal zu sein, engagierte sie einen Mann, der sie zigarrenrauchend begleitete. So hatte sie einen Begleiter für den nächtlichen Heimweg und entging auch den unangenehmen Gerüchen im Saal. 

10. Juli 1896

Doktortitel

Am 10. Juli 1896 wurde Maria Montessori der Doktortitel in Medizin und Chirurgie verliehen. Sie war eine der ersten weiblichen Dottoressi in Italien. Ihre Antrittsrede über die Anthropologie des Menschen hörte auch ihr Vater, der nun unglaublich stolz auf seine Tochter war. 

1896 – 1898

Uniklinik für Psychiatrie

Von 1896 – 1898 arbeitete Maria als Assistentin an der Uniklinik für Psychiatrie in Rom mit geistig behinderten Menschen. Dort beobachtete sie auch das erste Mal geistig behinderte Kinder, denen keinerlei Beschäftigung angeboten wurde. Man berichtete ihr, wie schmutzig diese Kinder wären, da sie Brotkrümeln vom Boden aufhoben und aßen. Hier hatte Maria Montessori ein Schlüsselerlebnis für ihre spätere Pädagogik. Ihr war klar, dass diese Kinder Beschäftigung brauchten, aber in welcher Form dies zu geschehen hatte, erkannte sie erst nach einem Aufenthalt in Paris. Im Bourneville Institut studierte sie die Werke von Jean Marc Gaspard Itard ( 1774 – 1838 ) und Eduard Seguin ( 1812 – 1880 ) , zweier französischer Ärzte, die sich der Arbeit mit geistig behinderten Kindern gewidmet hatten. Sie hat ihre Bücher ins Italienische übersetzt.
Als sie aus Paris zurückkam, verbrachte sie viel Zeit mit den Kindern und arbeitete mit ihnen. Maria hatte so großen Erfolg mit ihrem Programm, dass die geistig behinderten Kinder bei den Prüfungen, zu denen auch die Grundschüler aus den öffentlichen Gemeindeschulen antreten mussten, besser abschnitten als diese.

Maria arbeitete mit den Seguin Tafeln und hatte aufgrund ihrer Beobachtungen auch ihr eigenes Material entwickelt, das zum Teil auch heute noch zur Montessori Grundausstattung gehört. Sie begann Mitarbeiterinnen auszubilden und supervidierte sie sehr genau.

Nach den guten Leistungen, die ihre Kinder erzielt hatten, es wurden ihnen keinerlei kognitive Leistungen zugetraut, war Maria Montessori klar, dass mit dem damaligen Schulsystem etwas nicht stimmen konnte. Daraus entstand die Idee eine eigene Schule zu eröffnen.

1898

Heilpädagogische Institut

1898 wurde das Heilpädagogische Institut gegründet, in dem speziell Lehrer für die Erziehung geistig behinderter Kinder ausgebildet wurden. Hier lernte sie Dr. Giuseppe Montesano kennen und die beiden verlieben sich. Als Maria schwanger wurde und Dr. Montesanos Familie einer Heirat nicht zustimmten, legte Maria die Leitung zurück und verließ das Institut. Sie bekam ihren Sohn Mario auf dem Land, wo sie ihn bei einer Pflegefamilie unterbrachte. In den folgenden Jahren konnte sie Ihren Sohn nur als Tante besuchen. Marias Familie erfuhr nichts von dem Kind, erst als Marias Mutter starb, holt sie ihren Sohn, der inzwischen schon 14 - 15 Jahre alt war, zu sich. Von da an wich Mario nicht mehr von ihrer Seite und wurde später ihr Assistent und ihre rechte Hand.

1900 bis 1907

Gesellschaftliche Reformen

Von 1900 bis 1907 arbeitete Maria nicht nur als Ärztin und Dozentin, sondern setzte sich auch für gesellschaftliche Reformen ein.

1904

Pädagogische Hochschule für Frauen

Im Jahre 1904 trat Maria die Stelle als Dozentin am “Regio Instituto Superiore Femminile di Magistero“, einer pädagogischen Hochschule für Frauen an.
Sie besuchte immer wieder Gemeindeschulen um mehr über die Lernbedingungen von gesunden Kindern zu erfahren.

1906

Umbau im Armenviertel

1906 wurden viele Armenviertel in Rom abgerissen und durch moderne Wohnblocks ersetzt. Hier entstand ein Problem, es gab zu viele unbeaufsichtigte Kinder im Alter unter 6 Jahren. Sie verursachten große Schäden und es wurde nach einer Lösung gesucht.

6. Jänner 1907

Casa dei Bambini

Am 6. Jänner 1907 war es soweit, Maria Montessori übernahm die Leitung des ersten CASA DEI BAMBINI in Rom.
Zunächst betreute Maria gemeinsam mit der Tochter des Hausmeisters 50 Kinder zwischen 3 und 6-7 Jahren. Schon nach kurzer Zeit hatten sich die Kinder völlig verändert. Sie zeigten Ordnungsliebe und machten riesen Fortschritte in ihrer Sprachentwicklung. Hier entstand Maria Montessoris Vision, dass Kinder die Gesellschaft verändern können.
Der Lernerfolg sprach sich schnell herum und viele bedeutende Persönlichkeiten besuchten das erste Kinderhaus.

1909

„Die Entdeckung des Kindes“

1909 ermöglichten Baron und Baronin Franchetti Maria ihr erstes Buch zu schreiben, „Il Methodo della Pedagogia Scientifica appplicato all ´Educazione Infantile nelle Casa dei Bambini“, im Deutschen „Die Entdeckung des Kindes“.
Das Ehepaar stellte Maria auch eines ihrer Häuser, die Villa Montesca für den allerersten Ausbildungskurs, den Maria gab, zur Verfügung. Auch außerhalb Italiens erfuhr man von diesem Kurs und es gab auch Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz.

1913

Amerikareise & Ausbildungskurs

1913 unternahm Maria Montessori ihre erste Amerikareise. Alexander Graham Bell lud sie dazu ein, da sie zum ersten Ehrenmitglied der Montessori Educational Association of America ernannt wurde, die gerade gegründet worden war. Auf dieser Reise hielt sie in 10 großen Städten Vorträge, lernte den amerikanischen Präsidenten, Dr. Woodrow Wilson und Thomas Edison kennen.

Ebenso wurde der erste internationale Ausbildungskurs in Rom unter der Schirmherrschaft der Königinmutter Margarethe von Savoyen gehalten. Es waren 90 Teilnehmer von unterschiedlichsten Berufen und Nationalitäten, denen besonders das Wohl von kleinen Kindern am Herzen lag.

1915

2. Amerika Reise

1915 reiste Maria Montessori das zweite Mal nach Amerika und leitete einige Ausbildungskurse in Kalifornien. Sie besuchte auch die Weltausstellung in San Francisco, wo es einen Pavillon mit einer Montessori Demoklasse gab und die Besucher durch Glaswände die Arbeit der Kinder beobachten konnten. Helen Parkhurst leitete diese Klasse für 3 Monate.

1916

Barcelona

1916 zog Maria Montessori mit ihrem Sohn nach Barcelona, da sich die politische Lage in Italien zuspitzte uns sie nicht wollte, dass Mario zur Armee eingezogen wird.

1916 - 1918

USA und Katalonien

Von 1916 bis 1918 pendelte sie zwischen den USA und Katalonien um Ausbildungskurse zu geben.

1918

Verbreitung ihrer Pädagogik

Ab 1918 widmete sich Maria ihrer Forschung und der Verbreitung ihrer Pädagogik, veröffentlichte Bücher, gab Vorträge und trat bei Kongressen auf, außerdem bot sie internationale Ausbildungskurse an.

1919

erste internationale Kurs

1919 wurde der erste internationale Kurs in London angeboten. Die Nachfrage war enorm, es gab 250 Plätze aber 2000 Anmeldungen. In den darauffolgenden Jahren veranstaltete man alle zwei Jahre einen Ausbildungskurs in London.

1920 bis 1930

Europa

Zwischen 1920 und 1930 leitete Maria Montessori noch Kurse in Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Italien.

1920

Wissenschaftliche Anerkennung

1920 reiste sie in die Niederlande und war beeindruckt, dass man hier kein Problem hatte den wissenschaftlichen Wert ihrer Arbeit anzuerkennen. In Amsterdam wurde ihre Arbeit auch auf Hochschulebene weitergeführt.
Durch die Arbeit ihrer Schüler und den großen Erfolg ihrer Bücher entstand eine breite Montessori-Bewegung in Südamerika.

1926

Südamerika

1926 reiste Maria Montessori nach Südamerika und im Jahr darauf wurde die argentinische Montessori- Gesellschaft gegründet.

1929 bis 1935

Gründung AMI

1929 wurde die AMI , Association Montessori Internationale, mit anfänglichem Sitz in Berlin ab 1935 in Amsterdam, begründet.
Ab 1933 Schließung von Montessori Einrichtungen aufgrund des Nationalsozialismus.

1936

Spanischer Bürgerkrieg

1936 begann der spanische Bürgerkrieg und Maria Montessori übersiedelte mit Mario und dessen Familie in die Niederlande, wo sie bis 1939 in Laren lebten. 

1939

Gründung Modellschule

In dieser Zeit entstand ihr Buch „Kinder sind anders“. Es wurde eine Modellschule gegründet und noch heute gibt es in den Niederlanden viele Montessori-Einrichtungen.
Maria Montessori wurde von der Theosophischen Gesellschaft nach Indien eingeladen, um einen Kurs zu leiten. Mario übersetzte ihre Vorträge ins Englische. 

1940

Staatsfeind

1940 trat Italien in den Krieg ein und Maria Montessori durfte als Staatsfeind, Italien war Englands Verbündeter, das Land nicht mehr verlassen. Aus einem geplanten halbjährigen Aufenthalt wurden 7 Jahre, was besonders für Mario schwer war, da er seine Kinder in Europa zurückgelassen hatte.
In den folgenden Jahren gab Maria viele Ausbildungskurse und Mario arbeitete als Lehrer in einer Modellschule. Montessoris Konzept von der Kosmischen Erziehung wurde hier weiterentwickelt.

1943

Erster Ausbildungskurs

1943 begann der erste Ausbildungskurs für das Schulalter.

1946

Neue Fortschritte

1946 kehrten Maria und Mario wieder nach Europa zurück und stellten in London in einem neuen Kurs ihre Fortschritte vor.

1947

Grundstein für den Weltfrieden

1947 wurde sie ins italienische Parlament geladen, wo man sie als eine Frau ehrte, die den Grundstein für den Weltfrieden gelegt habe.
In diesem Jahr bot ihr die Humboldt- Universität eine Professur an, die sie jedoch ablehnte, da sie nach Indien reisen wollte, um sich um den Aufbau einer Montessori – Universität zu kümmern. Durch die Teilung Indiens in die beiden Staaten Pakistan und Indien kam es leider nie dazu und Montessori zog endgültig nach Europa zurück.

1950

Weitere Ehrungen

1950 gehörte sie zur italienischen Delegation bei der Generalversammlung der UNESCO in Florenz. Auch hier galt sie als große Hoffnung in Bezug auf Erziehung und Weltfrieden.
In ihren letzten Jahren erhielt sie viele Ehrungen auf internationaler Ebene, sie wurde auch drei Mal, nämlich 1949, 1950 und 1951, für den Friedensnobelpreis nominiert, hat ihn jedoch nie erhalten.

1951

Letzter Ausbildungskurs

1951 leitete Maria Montessori ihren letzten Ausbildungskurs in Innsbruck.

6. Mai 1952

Ableben

Am 6. Mai 1952 starb Maria Montessori im Alter von 82 Jahren in Noordwijk aan Zee in den Niederlanden. Sie wurde dort auf dem katholischen Friedhof begraben.
Auf ihrem Grabstein steht:

„Ich bitte die lieben Kinder, die alles vermögen, sich mit mir zu vereinen, um Frieden unter den Menschen und in der Welt zu schaffen.

Addresse

Skodagasse 3
1080 Wien 


Kontakt 

E-Mail: office@montessori1080.at